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Eider - Kurier

"Ich lasse mich leiten"

 

Oldenswort. Das Leben von Ulla Knütel ist so abwechslungsreich, wie ihre Erzählungen und Romane: Ausbildung in Fotografie, Familie und zudem Mitarbeit in der eigenen technischen Firma, Werbung und Marketing. Die letzten 20 Jahre ihrer beruflichen Tätigkeit lagen in der Studio-Leitung "Artbuying" einer Hamburger Werbeagentur. Seit 1994 führt die Wahl-Eiderstedterin ein freies und der Kreativität gewidmetes Leben.Eider-Kurier-Redakteur Torsten Beetz sprach mit der Künstlerin über die Entstehung ihrer Bücher.

Von der Fotografie zur Malerei und Jetzt SchriftstellereI. Wie kam es dazu?

Alles womit man sich kreativ ausdrücken kann, wurde schon in meinem Elternhaus gefördert, praktiziert und diskutiert.

Woher nehmen Sie die Ideen? Was inspiriert Sie?

Da mich die Bilder meines Mannes Raimund Behrend schon seit vielen Jahren zum Schreiben inspirieren, spielen meine Erzählungen in der jeweiligen von ihm gemalten Landschaft. Das ist entweder ein Leuchtturm am Atlantik, in einsames Haus auf einer Klippe oder ein Haubarg in Nordfriesland, wie bei meinem neusten Roman "Jonte". Das daraus dann gedruckte Bücher entstehen, verdanke ich unserem Freund Kurt Riggert, der mir angeboten hatte, die Gestaltung und den Umbruch zu übernehmen. Es ist schon ein Privileg für mich so eine Unterstützung zu haben.

Was ist Ihnen wichtig, wenn Sie schreiben bzw. in Bezug auf die Handlung in den Büchern?

Es ist mir wichtig, dass sich der Verlauf meiner Geschichten lebensnah entwickelt, ohne eine erzwungene Dramaturgie. Natürlich gibt es dabei auch Spannung genug. Ich verfolge aber kein vorher geplantes Konzept. Ich lasse mich von den Charakteren leiten.

Begonnen mit Kurzgeschichten, schreiben Sie mittlerweile richtige Romane. Innerhalb kurzer Zeit ist mit "Jonte" Ihr viertes Buch entstanden. Gehen Ihnen die Ideen nicht aus?

Mein erstes Buch waren keine Kurzgeschichten, sondern Erzählungen. Ständig verlangten die darin erfundenen Personen von mir, dass ich ihr Leben gestalte. Ich konnte mich nicht dagegen wehren. Das wird auch in meinem fünften Buch so sein.

Gibt es einen bestImmten Ort an dem Sie schreiben?

Natürlich habe ich einen Lieblingsplatz, mein Arbeitszimmer in unserem Haus in Oldenswort. Aber eigentlich kann ich überall schreiben, wenn ich ungestört bleibe.

Zu Beginn Ihres schriftstellerischen Schaffens verteilten Sie Ihre Bücher als Geschenk an Freunde und Bekannte. Ist das noch Immer so?

Nach 40 Jahren Leidenschaft für die Malerei schreibe ich nun in erster Linie zu meinem eigenen Vergnügen, das ich dann gern an unsere Familie und Freunde sowie schon an meine kleine Fan-Gemeinde weitergebe. Die Reflexe darüber sind mir Lohn genug. Es liegen aber einige zum Verkauf bereit im Arten Rathaus in Garding und im Cafe Treffpunkt in Oldenswort.    ek

 

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